Kay Schwarz – Kleine feine Ausstellung in Zürich

Manchmal kann man ganz entspannt planen, auch als Kunstschaffender und im Angesicht einer Corona-Pandemie. IM FENSTER ist das möglich. So wird die kleinste Galerie von Zürich zum wohl passendsten Ort für eine nicht minder kleine Ausstellung des Leipziger Künstlers Kay Schwarz. 

@Felix Schwarz

Seine großen Graffiti-Köpfe gehören seit Jahrzehnten zum Leipziger Stadtbild und seine Plakataktionen haben die Stadtgrenze längst überwunden: Kay Schwarz – ein ostdeutscher Graffitikünstler der ersten Stunde. Seit einigen Jahren werkelt er zudem fleißig im Atelier. Was bleibt, ist die Formensprache, die Farbgebung, das Sujet. Der Mensch auf der Suche. Der urbane Raum als Rahmen.

Die Ausstellung IM FENSTER bietet für Kay Schwarz tatsächlich die Gelegenheit einmal mehr den öffentlichen Raum einzunehmen und zwar weit ab der Heimat und völlig legal. Genau dieser Stadtraum, das Quartier büßt zwar im direkten Vergleich zu den Vorjahren und Dank dieses garstigen Virus etwas an vorweihnachtlichem Charme ein, jedoch gewinnen diese so auch an Ruhe und laden vielleicht mehr als sonst zum bedächtigen Flanieren nebst Kunstkonsum ein. 

Natürlich ist auch Book157 mit nach Zürich gereist. Ihm sollten ja keine größeren, sprachlichen Barrieren begegnen und falls es doch einmal Probleme geben sollte, dann sprechen die abgebildeten Kunstwerke zur Not auch für sich. Mit besagtem Buch ist die Kunst von Kay Schwarz erstmals 4/4-farbig und im Medium des Buchs zu erfahren. Die Werkschau möchte zum einen das Schaffen des Leipziger Künstlers zwischen 2013 und 2020 illustrieren. Zum anderen bietet das Buch den Raum, um eine kontextgeschichtliche Perspektive auf das Werk des Künstlers zu eröffnen, mithin dieses für Leserin und Leser nachvollziehbar zu machen. Book157 wurzelt in der realen Subkultur der frühen 90er Jahre und dokumentiert 100% Contemporary Urban Art aus Leipzig.

Fotos: Felix Schwarz

Galerie IM FENSTER:

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